year: 2004
isbn: 9789042913981
pages: VII-188 p.
price: 40 euro
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Der Tractatus de Transcendentibus des Franciscus Mayronis
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Der in den zwanziger Jahren des 14. Jahrhunderts enstandene «Tractatus de Transcendentibus» des Franciscus de Mayronis ist der erste eigenständige Transzendentalientraktat der Philosophiegeschichte. Der Sache nach knüpft Mayronis an die Transzendentalienlehre seines Lehrers, Johannes Duns Scotus, an, dessen Theorie bereits eine tiefgreifende Zäsur für die Metaphysik des Mittelalters bedeutet. Gegenüber der klassischen Lehre, die vorwiegend an den Konvertiblen transzendentalen Begriffen orientiert ist, fällt die kritische Abgrenzung des Mayronis deutlich schärfer aus als bei Scotus selbst. Im Verhältnis zu den Ausführungen seines Lehrers kennt Mayronis eine umfangreichere Klasse transzendentaler Begriffe; so werden z.B. Begriffe zweiter Stufe als transzendentale Prädikate zugelassen. Das führt dazu, daß der Gegenstandsbereich der als Transzendentalwissenschaft verstandenen Metaphysik signifikant ausgeweitet wird. Insgesamt kann der «Tractatus de Transcendentibus» als Beleg für die Bedeutung der mittelalterlichen Transzendentalienlehre angesehen werden. Die bereits von Scotus vollzogene Akzentverschiebung gegenüber der klassischen Lehre wird im «Tractatus» weiter forciert. Die Wirkungsgeschichte des genuin scotischen Ansatzes einer transzendentalen Metaphysik wird maßgeblich durch Franciscus de Mayronis mitbestimmt.